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Spalierobst wird oftmals auch als Säulenobst bezeichnet.

Ob als Fassadenschmuck, Sichtschutz oder Vitaminbombe – Spalierobst besitzt viele Talente und erfreut sich immer größerer Beliebtheit und das nicht nur bei eingefleischten Gärtnern.

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ausrufezeichenIm Prinzip ist eine Spalierpflanze ein ganz normaler Obstbaum, welcher jedoch durch Schnitt und Fixierung, zu einem fast zweidimensionalen Wuchs getrimmt wird. Durch die vielfältigen Spaliermöglichkeiten und weil ein Spalierobst nicht zwangsläufig viel Platz einnehmen muss, eignet es sich auch für kleine Gärten oder sogar für den Balkon und ist nicht nur schön anzusehen sondern ermöglicht es seinem Besitzer auch noch gesunde Früchte selbst zu ernten.

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Die Geschichte des Spalierobstes

Das Wort Spalier leitet sich vom französischen Wort espalier ab und bedeutet so viel wie, Stütze oder Schulter. Ein Spalier ist eine meist Gitterartige Konstruktion, an der traditionell Nutz Obst angebaut wird. Daher auch der Begriff Spalierobst.
Entstanden ist die Kulturform des Spalierobstes im 16. Jahrhundert in Frankreich und war auch als Obsttheke bekannt. Diese wurde in ihrer Ursprungsform noch nicht durch Gerüste aus Holz gehalten, sondern notdürftig, meist an Häuserwänden, durch das bloße Festbinden in ihrer Form gehalten.
ueberlegenEbenso hatte das Säulenobst in seiner ursprünglichen Gestaltungsform noch nichts mit einer speziellen Schnitttechnik so wie wir sie heute kennen zu tun, sondern wuchs vielmehr weites gehend frei.
Erst Mitte des 17. Jahrhunderts, ebenfalls in Frankreich, entwickelte sich der Trend, z.B. den Apfelbaum in bestimmte fächerförmige Form zu lenken. Die erste Schnitttechnik, so wie wir sie unter anderem auch heute noch kennen, tauchte in der Mitte des 18. Jahrhunderts in England und in den Niederlanden auf. Wo man sich darauf konzentrierte, die Äste der Spalierbäume durch den Sommerschnitt, in exakt Senkrechte und Waagerechte Form zu bringen, wo durch die Verwendung von selbst starkwüchsigen Birnensorten ermöglich wurde, die sogar gut und gerne zehn laufende Meter einer Mauer einnehmen konnten. Auf Basis dieser Gestaltungsmöglichkeit, entwickelten sich ab dem 19. Jahrhundert viele weitere Apfelbaum Formen des Spalierobstbaus, wie der Armleuchter-Palmette, U-Formen oder auch U-Palmetten, um nur einige zu nennen.

Welche Spalierobstsorten es gibt
Neben den klassischen Spalierobstsorten wie der Apfelbaum, Birnen und Kirsche, gibt es noch Pfirsiche, Aprikosen sowie Pflaumen. Auch Beerensträucher eignen sich bestens. Darüber hinaus wird es heutzutage immer beliebter Weintrauben oder sogar Kiwis im Garten zu haben. Diese sind jedoch keine Spalierobstsorten sondern Kletterpflanzen. Wichtig zu wissen ist es, dass der Unterschied zwischen einem Säulenobst und einer Kletterpflanze darin besteht, dass sich die Spalierobstbäume zu einem selbsttragendem Gewächs entwickelt, welches seine Triebe bzw. Äste, sein Obst oder auch sein Laub selbst tragen kann, sobald die Schnittrichtung der Triebe vorgegeben und der Stamm dick genug ist. Hingegen ist eine Kletterpflanze im Garten stets auf Unterstützung der Äste bzw. Triebe angewiesen.

Worauf beim Spalierobst Anbau zu achten ist


Erntehelfer bei der ObsternteDie Spalierobstbäume können durch richtiges schneiden vielfältig eingesetzt werden. Zum einen eignet sich ein freistehendes Spalier hervorragend als eine Art Raumteiler im Garten, zum Beispiel anstelle einer Hecke. Die übliche Variante ist jedoch ein festinstalliertes Spalier an einer Wand und dient der Begrünung dieser. Darüber hinaus bietet eine Hauswand ein mildes Klima, optimaler Weise an einer Südseite angebracht ermöglicht es dem Obstbaum so, durch die hohe Sonneneinstrahlung ein optimales Wachstum. Eine ebenso häufig gestellte Frage ist, wie lange es dauert bis das Säulenobst von selbst stehen kann. Bedenkt man, dass man einen veredelten Baum, in einem Alter von gut drei Jahren pflanzt, besitzt dieser bereits einen etwa Daumen dicken Stamm und ist gut eineinhalb Meter hoch. Bei guter Pflege benötigt dieser dann noch gut fünf Jahre bis sich ausreichend stabile Seitenäste bzw. Triebe gebildet haben und dieser selbstständig stehen kann und keine weitere Unterstützung benötigt. Wer hingegen direkt einen imposanten Baum haben möchte, sollte sich an eine Baumschule wenden, welche bereits stabile und alte Spalierobstbäume anbietet.
Nach welchem Zeitraum die erste „große“ Ernte zu erwarten ist, richtet sich stets nach dem richtigen Sommerschnitt und der Anbringung des Spalierobstes. Jedoch kann gesagt werden, dass man sich nach circa drei Jahren auf die erste große Obstpracht und z.B. einer Äpfel Ernte freuen darf. Vorher werden sich zwar bereits vereinzelte Früchte zeigen, diese deuten jedoch lediglich an, worauf man sich später freuen darf. Die Spaliere an der Wand oder im Garten pflegen Sie am besten mit Holzschutzmittel, sofern Sie auf Hölzerne Spaliere zurückgreifen. Mit richtig gutem Werkzeug und umfangreichen Tipps die von Ihnen berücksichtigt werden, dürften Sie bereits im dritten Jahr die leckeren Kiwi oder Äpfel ernten.
Für welche Spalierobst Pflanzen man sich entscheidet richtet sich nach den persönlichen Vorlieben. Festhalten kann man aber, dass jedes Spalierobst seinen eigenen Charme besitzt. Alle haben eines gemeinsam, sie besitzen eine schöne Blüte und bringen schmackhaftes Obst hervor, zudem bekommt das Laub eine sehr schöne Herbstfärbung und auch die knorrigen Äste im Winter besitzen einen ganz außergewöhnlichen Charme. Eine ebenfalls häufig gestellte Frage, ist ob ein Spalierobstbaum der Hauswand schaden kann.
Hier kann jeder, der sich für dieses Thema interessiert, aber noch unschlüssig ist beruhigt werden. Denn einem intakten Gebäude, kann Säulenobst absolut nichts anhaben. Durch die Bepflanzung der Wurzeln, welche circa 30-50 Zentimeter von der Hauswand entfernt, eingepflanzt werden sowie des Spaliers, das sich in etwa in gleichem Abstand zur Hauswand befindet, besteht absolut keine Gefahr für Gebäude oder Wand. Beachten Sie nur die Jahreszeiten zum schneiden Ihrer Obstpflanzen.

Welche Erziehungsformen es beim Spalierobst gibt

fragezeichenFür welche Anbauform man sich entscheidet, hängt zwar auch von den eigenen Vorlieben ab, jedoch nicht ausschließlich. So entscheiden Elastizität, Wüchsigkeit und spätere Beschaffenheit sowie das schneiden des Spalierobstes, maßgeblich über die zu wählende Gestaltungsform. Ebenso wie die Frage ob man Spalierbaum Anfänger oder Profi ist.
So stellt die einfachste Form des Spalierbaus, der senkrechte Schnurbaum dar. Und eignet sich hervorragend für Leute, die ihr erstes Spalierobst pflanzen. Diese Form gliedert sich eigentlich lediglich in die Stammverlängerung und die daran wachsenden Seitentriebe und ist daher recht pflegeleicht und ist perfekt um sich mit der Materie vertraut zu machen. Besonders Apfel und Birnen Spaliersorten sind zu empfehlen.

Wesentlich interessanter sowohl im Aussehen als auch im Aufbau, jedoch auch bereits komplizierter und pflegeintensiver, ist der schräge Schnurbaum. Bei dieser Variante wird die übliche Stammesverlängerung in einen 45 Grad Winkel gezogen und fördert die Bildung von Blüten und somit auch die Fruchtbildung. Bestens geeignet ist die Art für begrenzte Wandhöhen, da sich der Baum eher in die Breite entwickelt.

StuetzhilfeEine weitere fantastische und sehr schön anzusehende Formatform besteht in dem waagerechten Schnurbaum. Bei dieser Form wird die Stammesverlängerung einfach in einen rechten Winkel, sprich in einen 90 Grad Winkel, gezogen. Hierdurch verlängert sich der Baum fast ausschließlich entlang der Mittelachse, wird also breiter anstatt höher und bleibt somit von der Höhe her sehr gering.
Wesentlich komplizierter und anspruchsvoller ist die U-Form im Spalierbau. Diese Version hat einen sehr hohen dekorativen Wert. Der große Vorteil ist, dass sich Wuchskraft des Bäumchens bei dieser Variante auf zwei senkrechte Schnurbäume verteilt, wodurch weniger kräftige Austriebe entstehen. Worauf sich die Form, wie bereits der Name verrät, eines U`s entwickelt. Erweitern kann man diese, sehr schöne Variante, durch die doppelte U-Form. Diese besteht aus zwei miteinander verbundenen U-Formen, wodurch vier Schnurrbäume involviert sind. Solch Formen können nur mit dem richtigen schneiden des Spalierbaum gewährleistet werden.

Nicht vergessen werden darf natürlich die Palmette. Diese bezeichnet nicht nur eine Form, sondern fasst vielmehr verschiedene Erziehungsarten unter diesem Begriff zusammen. Die Palmette eignet sich hervorragend für stark wachsende Pflanzen und entwickelt sich in ihren Varianten zu sehr komplizierten und pflegeintensiven Gebilden, welche jedoch ein wahrer Augenschmaus sind. Sogar mit einem Apfelbaum können Sie mit dem richtigen Schnitt unter Beachtung der Pflegehinweise solche imposanten Palmettenformen gestalten.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Spalierbau seine ganz eigene Faszination besitzt
, ideewelche eine wahre Bereicherung für jeden Garten oder jeden Balkon darstellen kann. Eine Form der Begrünung, die Anhänger in jedem Alter besitzt und für eine fantastische Farbenpracht sorgt. Bei gewisser Erfahrung, können Sie selbst durch das veredeln Ihre Obst Pflanzen vermehren, ohne eine Baumschule aufsuchen zu müssen. Richtig Freude an einem Apfelbaum werden Sie aber erst später haben, da Sie durch den Schnitt die Richtung stark beeinflussen können. Wir bitten Sie deshalb, die Pflege Tipps z.B. bei Birnen- oder einem Apfelbaum richtig zu beachten.